rocki

Neko

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Alles erscheint mir so unwirklich und nichtig. Wie ein Film, den ich mir zwar ansehe, in dem ich aber nicht mitwirken kann. Die Geschehnisse setzen sich fort. Wie ein Zahnrad, das ins nächste greift und dadurch unweigerlich ein anderes oder "etwas" in Bewegung bringt, erscheint mir das ganze doch oft so vorher bestimmt. Ein vorgeschriebenes Drehbuch, in dem jeder seinen Text und seine Rolle zugewiesen bekommt. Wer nicht mitspielt, fliegt raus. Bin ich schon draußen? Kann ich mir das Spektakel nur noch als Zuschauer ansehen und feststellen, was für ein mieses Stück es ist? Es gibt so viele mögliche Gründe dafür, dass ich meinen Part vergessen habe. So viele, dass ich nicht mehr weiß, welcher der entscheidende war. Eigentlich ist es auch egal. Es ist, wie es ist. Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern. Fehler beim Auftreten sind passiert, manche wurden bemerkt, andere blieben unentdeckt. Einige konnten durch geschicktes Improvisieren überspielt werden, wieder andere hinterliesen einen bleibenden Fehler im Film. Doch was, wenn die "Fehler" vorhergesehen waren? Oder haben sie alles durcheinander gebracht? Wie? Warum? Weshalb? Ich werde es wohl nie erfahren... und so sind meine wirren Gedanken das Einzige, was mir bleibt.
8.7.07 13:29


Der Regen, der unablässig auf den Asphalt tropft, zeigt die Tränen, welche ich nicht zu weinen vermag. Ein Schatten so dunkel wie die Nacht legt sich über mich und drückt mich nieder. Wie Nebelschwaden wabern meine Gedanken umher. Sie sind da, doch ich kann sie nicht fassen. Ich habe meinen Weg verloren, der dichte Nebel nimmt mir die Sicht. Die Befürchtung, dass ich über etwas stolpere und hinfalle, wird zur Gewissheit. Die sonnigen Tage sind längst Vergangenheit. Niemand kann sie zurückbringen. Die Stellen, an die sich doch einmal ein Sonnenstrahl verirrt, erscheinen mir nach seinem erneuten Verschwinden noch viel dunkler als vorher. Wie lange kann ein Mensch ohne Licht leben? Ich werde es herausfinden.
6.7.07 17:51